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Wussten Sie schon ...

Der Anteil an haustechnischer Ausrüstung in modernen Gebäuden nimmt laufend zu, und ebenso ihre Komplexität. Die Gebäudeleittechnik erhält einen immer höheren Stellenwert für die Bewirtschaftung dieser Anlagen.
Warum Gebäudeautomation ? Drucken
Donnerstag, 24. September 2009 um 08:03 Uhr

Die Ausrüstung von Gebäuden mit Automationsfunktionen hat Mehrinvestitionen zur Folge. Allerdings gibt es eine Reihe guter Gründe, die für ihren Einsatz sprechen.

Gebäudeautomation verbessert unser Klima …

41% des gesamten Verbrauchs an Primärenergie wird europaweit für den Betrieb von Gebäuden verwendet. 85% davon (35% gesamt) wird für Heizungen mit fossilen Brennstoffen als Energieträger, 15% (6% gesamt) in Form von elektrischer Energie für Beleuchtungen usw.

Diese Zahlen machen deutlich, dass die Gebäudeautomation wesentlich zur Milderung heutiger und zukünftiger Versorgungsprobleme beitragen kann. In der Schweiz stammt 70% der verbrauchten Energie aus fossilen Brennstoffen. Bei der Energiegewinnung durch Verbrennung fossiler Brennstoffe wird CO2 freigesetzt. Die Gebäudeautomation ist eine Schlüsseltechnologie zur nachhaltigen Verbesserung dieser Situation:

  • Die Sichtweise auf das Gebäude und seine Nutzung als Gesamtsystem ermöglicht eine markante Erhöhung der Energieeffizienz (bis zu 30%)
  • Nutzung einer bedarfsgerechten und sinnvollen Mischung von nicht erneuerbaren und erneuerbaren Energieträgern
  • Berücksichtigung von Tageszeiten, Jahreszeiten, Wetterbedingungen usw.
  • Die Umsetzung von der höherwertigen Minergiestandards bzw. das Erreichen der oberen Energieeffizienzklassen (B, A) wird durch den Einsatz der Gebäudeautomation erst möglich

Gebäudeautomation erhöht die Rendite ...

Die Ausrüstung eines Gebäudes mit Gebäudeautomation und Gebäudeleittechnik ist in jedem Fall mit Mehrinvestitionen verbunden. Allerdings verhelfen die durch die Gebäudeautomation verfügbaren Funktionen im Gebäude zu wesentlichen Reduktionen bei den Betriebskosten. In einer Gesamtkostenbetrachtung ergibt sich daher ein Plus.

Stellt man die zusätzlichen Investitionskosten dem erreichten Einsparpotential gegenüber, ergeben sich Amortisationszeiten im Bereich von 5-10 Jahren (abhängig von der Ausbaustufe und dem Nutzungsgrad der installierten Funktionen). Geht man von einem Nutzungszyklus von 25 Jahren aus wird schnell klar, das ein mit Gebäudeautomation ausgerüstetes Gebäude gegenüber einem nicht ausgerüsteten eine höhere Rendite aufweist, was sich letztlich auch auf den Marktwert der Liegenschaft niederschlägt.

Dieser Effekt wird zukünftig zusätzlich in doppelter Weise begünstigt: Zum einen werden die Betriebskosten durch höhere Energiepreise steigen, zum Anderen werden die Investitionskosten durch den Preisverfall bei den Komponenten abnehmen. 

Die Einsparungen im Betrieb kommen durch die folgenden Punkte zustande:

  • Die Optimierung der Betriebparameter haustechnischer Anlagen (HLKSE) führt zur Erhöhung der Energieeffizienz und damit zur Verringerung der Energiekosten
  • Bedarfsgerechte Steuerung der haustechnischen Anlagen mittels Zeitsteuerung und Präsenzmeldung reduziert die Betriebsstunden der Anlagen
  • Der Einsatz von Gebäudeleitsystemen ermöglicht die zentralisierte Fernüberwachung und Fernsteuerung der Gebäudetechnik und spart damit Fahrwege, Zeit und Personal.
  • Intelligente Benutzeroberflächen, Visualisierungen, Automatisierung von technischen und administrativen Abläufen, die Programmierung anlagenübergreifender Funktionen vereinfachen die Bedienung komplexer Systeme und Systemkombinationen
  • Die Zusammenführung haustechnischer Anlagen mit IT-, Multimedia- und Sicherheitsanlagen zu einem Gesamtsystem ermöglicht weitreichende Automatisierungsfunktionen
  • Die kontinuierliche Erfassung und Auswertung der Betriebsdaten der installierten Anlagen ermöglicht transparente Kostenstrukturen und bildet die Grundlage für die Betriebsoptimierung

Gebäudeautomation macht sicherer …

Durch die permanente Überwachung aller Anlagenteile, Zugänge und Zustandsinormationen aus den installierten Anlagen erhöht sich die Betriebssicherheit der gebäudetechnischen Anlagen sowie die Gesamtsicherheit des Gebäudes:

  • Realisierung anlagenübergreifender Alarmierungskonzepte unter Einbezug von Sicherheits-, IT-, Multimedia und HLKSE-Systemen
  • Konstante Überwachung der betriebskritischen Anlagenteile
  • Fühzeitige Reaktionsmöglichkeit auf Anlagenfehler, Unregelmässigkeiten im Betrieb oder andere aussergewöhnliche Ereigenisse
  • Erhöhung der Betriebssicherheit und der Verfügbarkeit durch präventive Wartung
  • Übersicht über den Zustand von Türen und Fenstern bzw. Ein- und Ausgängen
  • Einbindung von Zutrittskontrollsystemen und Einbruchmeldeanlagen
  • Übermittlung der Alarmmeldungen an beliebige Zielorte

Gebäudeautomation erhöht die Flexibiltät …

Bedürfnisse ändern sich im Laufe der Zeit. Besonders trifft diese Aussage auf die Nutzung von Gebäuden zu. Die Realisierung der Gebäudetechnischen Funktionen mit den Mitteln der Gebäudeautomation, insbesondere der Raumautomation, trägt diesen Änderungen in besonderer Weise Rechnung.

Sämtliche Zuordnungen von Sensoren (z.B. ein Lichtschalter oder ein Wärmefühler) und Aktoren (z.B. ein Beleuchtungskörper oder ein Heizventil) sind per Software zu ändern. Werden zum Beispiel 2 Büroräume zu einem Sitzungszimmer zusammengelegt, müssen keine Leitungen frisch verlegt oder Heizkreise geändert werden.

Vorausgesetzt die Haustechnik wurde zusammen mit der Gebäudeautomation gesamtheitlich und sorgfältig geplant, können die entsprechenden Änderungen mit wenigen Programmänderungen an die neue Situation angepasst werden.

Der Ersatz von Anlagenteilen oder eine Erweiterung des Gesamtsystems ist durch den modularen Aufbau und die hierarchische Strukturierung einfach zu realisieren. Diese Flexibiltät wird erzielt durch:

  • Bus-Systeme, die direkte Verkabelungen der elektro- und steuerungstechnischen Komponenten ersetzen
  • Automatisierte Abläufe, die durch Änderung der Automationsprogramme anpassbar sind
  • Hinzufügen von neue Funktionen zum System
  • Anpassung der Benutzerschnittstellen durch Softwareänderungen
  • Sicherstellung des einfachen Ersatzes einzelner Anlagen durch modularen und strukturierten Aufbau

Gebäudeautomation verbessert die Produktivität …

Mensch und Maschine erreichen ihre maximale Leistungsfähigkeit, wenn sie sich in einer optimal auf ihre Bedürfnisse abgestimmten Arbteitsumgebung befinden. Glücklicherweise sind viele Grössen, die das Wohlbefinden beeinflussen, durch technische Mittel kontrollierbar. Heizungen, Beleuchtungen, Beschattungen, Klimatisierungen usw. tragen ihren Teil zur Optimierung der Bedingungen bei.

Ihren vollen Nutzen können sie aber nur entfalten, wenn sie sich gegenseitig ergänzen und nicht gegeneinander arbeiten. Die Gebäudeautomation kann durch eine gesamtheitliche Sichtweise auf das Gebäude und dessen Nutzung durch übergeordnete Anlagenfunktionen sicherstellen, dass alle installierten haustechnischen Anlagen Hand in Hand arbeiten und jede der Anlagen ihren Teil zu einer optimalen Umgebung beitragen kann:

  • Das gesamte Gebäude wird als zu betreibendes und zu nutzendes Objekt mit individuellen physikalischen Eigenschaften verstanden
  • Die haustechnischen Anlagen dienen als Verbund, und nicht als Einzelsysteme, einem gemeinsamen Zweck
  • Die Regel- und Steuerfunktionen beziehen alle beeinflussbaren Grössen mit ein. Sie wirken anlagenübergreifend
  • Das Umfeld des Gebäudes (Wetter, Tages- und Jahreszeit usw.) wird in den Regel- und Steuerfunktionen berücksichtigt
  • Dadurch können mit den zur Verfügung stehenden Mitteln ideale Bedingungen für Mensch und Maschine geschaffen werden
  • Die Räume im Gebäude bieten dem Nutzer in jeder Situation den optimalen Komfort
Damit zeigt sich, dass durch den Einsatz der Gebäudeautomation ein insgesamt positiver Effekt erzeugt werden kann. 

 

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